Geschrieben von
Dr. Rahel Meier
Technologie & Entwicklung
17.2.2026

Toolbox #1: Value Proposition Design für Swiss Digital Health

‍Der Startpunkt für erfolgreiche Software-Projekte im Gesundheitswesen

Mit den healthinal Toolboxen bieten wir unseren Kund:innen ein erprobtes Set an Methoden, welche uns je nach Projekt und Phase gezielt unterstützen. Damit entwickeln wir deine Cloud-, Web- oder Mobile-Applikation, von der ersten Idee über die fertige Lösung bis zum Betrieb. In Toolbox #1 starten wir mit dem Value Proposition Design – der Grundlage für Lösungen, die echte Bedürfnisse adressieren und messbaren Nutzen schaffen.  

Zielgerichtete Workshops

In zielgerichteten Workshops beantworten wir gemeinsam mit dir die Fragen zu deinem Werteversprechen (Value Proposition) und designen erste validierte Lösungen (Design Sprints). Unser erfahrenes Team hilft dir dabei, klare Antworten zu finden und Lösungen präzise auszuarbeiten. Als Expert:innen für Swiss Digital Health begleiten wir dich durch einen strukturierten Prozess. Wir helfen dir dabei, fundierte Entscheidungen zu treffen und Lösungen zu entwickeln, die im Alltag von Leistungserbringer:innen reibungslos funktionieren. Jeder Workshop liefert konkrete Ergebnisse, damit aus einer Idee eine digitale Gesundheitslösung entsteht, die Nutzer:innen in ihren täglichen Aufgaben entlastet, einfach zu bedienen ist und ihre Funktionen zuverlässig erfüllt.

Value Proposition

Die Value Proposition beschreibt das Werteversprechen und beantwortet die Frage: Welchen Nutzen stiftet das Produkt oder die Software für seine Anwender:innen? Value Proposition Design und Business Modelling gehören eng zusammen. Während das Business Model Canvas das gesamte Geschäftsmodell abbildet, konzentriert sich das Value Proposition Design auf einen zentralen Teil davon: Das Werteversprechen für ein klar definiertes Kundensegment.  

Das Value Proposition Design hilft dabei…

  • Menschen im Gesundheitswesen (Zielgruppen) wirklich zu verstehen (Customer Profiles)
  • Lösungen gezielt auf Ihre Bedürfnisse auszurichten (Value Map)
  • Annahmen früh zu testen und Risiken zu reduzieren (Hypothesen, Experimente, Customer Validation)
Quelle: www.strategyzer.com/library/the-value-proposition-canvas

Bei healthinal setzen wir dieses Tool gezielt ein, um Software zu entwickeln, die die Realität des Gesundheitswesens exakt abbildet. Wir analysieren gemeinsam mit unseren Kund:innen und mittels gezielten Interviews mit den entsprechenden Zielgruppen, wo im Alltag Belastungen entstehen, welche Sorgen und Unsicherheiten bestehen und welche Aufgaben wertvolle Zeit binden. So identifizieren wir echte Pain Points, wie z.B. ineffiziente Abläufe, Medienbrüche, unklare Informationswege oder hohe Dokumentationslast.  

Auf dieser Grundlage gestalten wir individuelle Value Propositions, die spürbar entlasten und die Grundlage legen für Softwarelösungen, die Prozesse vereinfacht, Fehler reduziert, Orientierung schafft und Leistungserbringer:innen wie Patient:innen gleichermassen unterstützt. Unsere Anwendungen entstehen nicht nur auf Basis technischer Spezifikationen, sondern einem tiefen Verständnis für die Menschen im Gesundheitswesen. So schaffen wir Angebote, die echten Nutzen bringen und wirtschaftlich sinnvoll sind.

Design Sprints

Ein weiterer bewährter Ansatz, den wir bei healthinal einsetzen, sind Design Sprints. Wir orientieren uns an der Methode von Sprint Book, um komplexe Herausforderungen in wenigen Tagen zu lösen und schnell greifbare Ergebnisse zu erzielen. Dabei arbeitet ein Team fokussiert und unter strikter Zeitvorgabe an einer Lösung. Beispielhaft kann der Prozess so aussehen:

  • Schritt 1 – Map: Wir tauchen in den Kontext, das Problem und die Bedürfnisse der Nutzer:innen ein. Interviews und Fokusgruppen helfen dabei, klar zu verstehen, für wen und zu welchem Zweck wir eine Softwarelösung konzipieren. Dabei verschaffen wir uns auch einen Überblick der Systemlandschaft (z.B. Klinik- oder Praxisinformationssysteme), genutzte Swiss Digital Healthcare APIs (z.B. HIN Auth, Refdatabase, Documedis Suit) und behalten nationale und internationale Standards im Blick (z.B. HL7 Schweiz, eMediplan, DICOM). Mit unserem Fokus auf das Gesundheitswesen unterscheiden wir uns von anderen Anbieter:innen, denen oft die Erfahrung fehlt, um die Komplexität von Healthcare Solutions präzise abzubilden.

Wir strukturieren unsere Erkenntnisse und formulieren eine klare Problemstellung und Zielsetzung. Was ist das grösste Risiko das wir lösen wollen? Wer sind unsere Nutzer:innen? Wie sieht Erfolg aus?

  • Schritt 2 – Sketch: Hier geht es darum Lösungsideen zu generieren – mit individuellen Ansätzen und auf Papier. So bringen wir unterschiedlichen Perspektiven zusammen, z.B. aus Medizin, Pflege, Verwaltung, UX, Technik und Business. Ziel ist es, möglichst viele Lösungsideen zu generieren, ohne sie gleich zu beurteilen.  
  • Schritt 3 – Decide: Mit einer Auswahl an Ideen, machen wir uns daran zu entscheiden, welche die Vielversprechendste ist: Welche Lösung wollen wir weiterverfolgen, ein Storyboard erstellen, prototypen und testen?
  • Schritt 4 – Prototype: Schnell und pragmatisch entwickeln wir eine funktionale, realitätsnahe Version der Lösung. Damit wird aus der Idee ein greifbarer Prototyp erstellt, der getestet werden kann. Ohne dabei zu viel Ressourcen zu investieren.  
  • Schritt 5 – Validate: Der Prototyp wird nun mit echten Nutzer:innen getestet. Was funktioniert? Was muss angepasst werden? Wir erhalten Feedback von echten Nutzer:innen wie z.B. Ärzt:innen, Pflegefachpersonen, MPAs, Praxis Manager:innen oder Verwaltungspersonal.
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Quelle: https://www.thesprintbook.com/the-design-sprint

Für das Schweizer Gesundheitswesen ist dieser Ansatz besonders wertvoll, weil er früh zeigt – gerade in gemischten Projektteams, ob eine Idee funktionieren kann und welchen Nutzen sie für Leistungserbringer:innen, Patient:innen und Nutzer:innen schafft. Bevor viele Ressourcen in die Entwicklung einer (digitalen) Lösung fliessen, stellen wir sicher, dass diese auch effektiv Mehrwert generieren und überzeugen. So entstehen Healthcare Solutions, die von Beginn an auf reale Bedürfnisse ausgerichtet sind und einen spürbaren Unterschied machen.  

Business Modelling

Business Modelling betrachtet das gesamte Geschäftsmodell eines Unternehmens. Wie wird Wert geschaffen, geliefert und erfasst? Diese Fragen beschäftigen Organisationen seit jeher, doch erst 2005 kamen Alex Osterwalder und Professor Yves Pigneurs auf die Idee, die Antworten darauf in ein strukturiertes Modell zu übertragen. Das Business Model Canvas war geboren! Es umfasst neun Bausteine, die die zentralen Fragen eines jeden Geschäftsmodell beantworten:

  • Kundensegmente (Customer Segments): Für wen schaffen wir Wert? Welche Gruppen von Menschen oder Organisationen bedienen wir?
  • Wertangebote (Value Propositions): Was bieten wir an? Welche Probleme lösen wir? Welche Bedürfnisse befriedigen wir?
  • Kanäle (Channels): Wie erreichen wir Kund:innen? Über welche Wege kommunizieren, verkaufen und liefern wir das Angebot?
  • Kundenbeziehungen (Customer Relationships): Wie bauen wir Beziehungen zu Kund:innen auf und pflegen sie? Wie gewinnen und halten wir sie?
  • Einnahmequellen (Revenue Streams): Wie verdient das Unternehmen Geld? Was sind die Zahlungsbereitschaften der Kund:innen?
  • Schlüsselressourcen (Key Resources): Welche Vermögenswerte brauchen wir, um das Geschäftsmodell zu betreiben?  
  • Schlüsselaktivitäten (Key Activities): Was müssen wir tun, damit das Geschäftsmodell funktioniert? Was sind unsere wichtigsten Tätigkeiten?
  • Schlüsselpartner (Key Partners): Mit wem arbeiten wir zusammen? Wer trägt zum Gelingen unseres Geschäftsmodells bei?
  • Kostenstruktur (Cost Structure): Welche Kosten fallen an, um alles umzusetzen?

Software schafft nur dann echten Wert, wenn sie im Geschäftsmodell verankert ist und dort finanziellen Nutzen erzeugt, oder Zeit und Ressourcen spart. Deshalb nutzt healthinal das Business Model Canvas als Ausgangspunkt für Softwareentwicklung im Gesundheitswesen. Es zeigt klar, wie dein Unternehmen Wert schafft und welche Lösungen dafür wirklich relevant sind. So entsteht Software die nicht nur technisch überzeugt, sondern messbar zum geschäftlichen Erfolg beiträgt.

Ergebnisse, die überzeugen!

Mit unserer Toolbox im Bereich Value Proposition sorgen wir dafür, dass deine Cloud-, Web- oder Mobile-Applikation die Bedürfnisse aller Zielgruppen erfüllt. Das Ergebnis ist eine validierte Idee mit einem klaren Nutzenversprechen: Das sogenannte High Level Concept.  

Eine Software ohne Value Proposition ist wie ein Schweizer Taschenmesser aus dem 3-D-Drucker: Sieht beeindruckend aus, aber ist im Alltag nicht einsetzbar. Wir stellen sicher, dass deine Healthcare Solution tagtäglich echten Wert stiftet!

Du möchtest dein nächstes Softwareprojekt zum Erfolg führen? Du willst eine klare Lösung, bevor du viele Ressourcen investierst? Du möchtest sicher sein, dass deine Idee im Alltag von Leistungserbringer:innen wirklich funktioniert? Dann lass uns gemeinsam den besten Ansatz für dein Projekt im Schweizer Gesundheitswesen finden.

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