
Toolbox #2: Process Analysis für Swiss Digital Health
Während Toolbox #1 den Fokus auf die Value Proposition legt, zeigt Toolbox #2 auf, wie wir Prozesse im Alltag von Menschen im Gesundheitswesen sichtbar machen, Hürden identifizieren und Optimierungspotenziale klar benennen. Wir nutzen Methoden, die ein gemeinsames Verständnis für bestehende, alltägliche Abläufe schaffen und damit die Grundlage für effiziente, sichere und nutzerzentrierte digitale Lösungen legen.
Gemeinsam untersuchen wir, wie Leistungserbringer:innen heute arbeiten, Patient:innen Anwendungen nutzen und weitere Zielgruppen deiner Lösung denken und handeln. Wir finden heraus, wo Reibungen in vorhandener Software entsteht und wie neue digitale Tools diese Abläufe messbar verbessern können. Dabei begleiten wir dich vom ersten Beschrieb der abzubildenden Prozesse bis zur Ableitung klarer Anforderungen für deine Cloud-, Web- oder Mobile-Anwendung.
Interviews: Die Basis für echtes Prozessverständnis
Interviews sind eine der ältesten und gleichzeitig wirkungsvollsten Methoden, um die Realität im Gesundheitswesen tiefgreifend zu verstehen. Dein Team, deine Nutzer:innen und deine Stakeholder wissen am besten, wo Herausforderungen liegen und wo Verbesserungspotenzial liegt. Doch diese Erkenntnisse sind ohne strukturierte Interviews oft nicht sichtbar.
Wir sprechen mit Ärzt:innen, Pflegefachpersonen, medizinischen Praxisassistent:innen, Patient:innen, Technik- und Verwaltungsteams sowie weiteren Schlüsselpersonen. Unser Ziel: ein authentisches Bild des Arbeitsalltags und der zu adressierenden Probleme erfassen.
Durch strukturierte Leitfäden und erfahrene Interviewer:innen stellen wir sicher, dass alle relevanten Perspektiven berücksichtigt, die Painpoints adressiert und in der Lösungskonzeption deiner neuen Software berücksichtigt werden. Nur so entstehen Healthcare Solutions, die in der täglichen Anwendung überzeugen.
In unserem vierstufigen Entwicklungsprozess nutzen wir Interviews in den ersten beiden Phasen:
In der Ideation Phase tauchen wir gemeinsam mit dir in dein Zielbild ein und entwickeln eine validierte Idee mit einem klaren Nutzenversprechen. In der Concept Iteration formen wir aus dieser Idee ein tragfähiges Konzept und validieren dies mit den Nutzer:innen. So entsteht eine Software, die messbaren Mehrwert im Alltag von Spitälern, Kliniken, Hausarztpraxen und Managed Care Organisationen stiftet.
Journey Maps: Wie erleben Nutzer:innen ihre Prozesse und Abläufe wirklich?
Während in Interviews detaillierte Aspekte gezielt abgeholt werden, bieten Journey Maps die Möglichkeit, ganze Abläufe oder die gesamte Nutzerreise übersichtlich darzustellen. Eine Journey Map visualisiert, wie Leistungserbringer:innen oder Patient:innen einen Prozess durchlaufen, welche Berührungspunkte sie haben und wo Frustrationen entstehen.
Dieser Ansatz stammt aus dem Service Design und wird z. B. von der Nielsen Norman Group ausführlich beschrieben. Journey Maps machen deutlich, was in der täglichen Praxis häufig übersehen wird: Wo Informationsbrüche auftreten, wie Kommunikation zwischen Systemen und Personen funktioniert und warum bestimmte digitale Funktionen für Nutzer:innen besonders wichtig sind.
Im Schweizer Gesundheitswesen, geprägt durch komplexe Systemlandschaften, regulatorische Vorgaben und zahlreiche Stakeholder, helfen Journey Maps dabei, Silos aufzubrechen und ein gemeinsames Verständnis zu schaffen. Sie sind ein mächtiges Werkzeug, um Softwareanforderungen nicht aus Annahmen, sondern aus der Realität und aus dem Alltag im Gesundeitswesen abzuleiten.

Process Mapping: Ein gemeinsames Verständnis für komplexe Abläufe schaffen
Process Mapping ist eine Methode zur visuellen Darstellung von Arbeitsabläufen, um sie verständlicher, effizienter und transparenter zu machen. Dabei werden einzelne Schritte klar strukturiert und Engpässe deutlich erkennbar.
Gerade im Schweizer Gesundheitswesen, wo viele Arbeitsabläufe parallel oder interdisziplinär stattfinden, ist Process Mapping essenziell und klärt zum Beispiel die folgenden Fragen:
- Wie läuft die Informationserfassung in einer Sprechstunde ab?
- Wo und wie findet der Austausch von Informationen zwischen den Systemen statt?
- Wo entstehen Medienbrüche bei der Nutzung verschiedener Plattformen?
- Welche Schritte sind zwingend notwendig, welche redundant?
healthinal bringt tiefes Know-how im Swiss Digital Health Ecosystem mit, um vorhandene Prozesse nicht nur grafisch darzustellen, sondern auch in Bezug zu Standards und technischen Rahmenbedingungen zu setzen (HL7 Schweiz, eMediplan, HIN Auth, etc.). Damit stellen wir sicher, dass deine Healthcare Solution alle Bedürfnisse ihrer Nutzer:innen im Alltag erfüllt und zuverlässig nach modernen Standards betrieben wird.
Umfragen: Wichtige Erkenntnisse validieren
Nachdem qualitative Methoden erste Hypothesen und Muster sichtbar machen, helfen Umfragen dabei, diese zu quantifizieren. Sie beantworten wichtige Fragen wie:
- Wie häufig tritt ein bestimmtes Problem auf?
- Wie gross ist der wahrgenommene Nutzen einer potenziellen Lösung?
- Welche Funktionalitäten sind für Nutzer:innen wirklich entscheidend?
Insbesondere die Methodik der Kano Umfrage liefert wertvolle Hinweise zur Priorisierung von Anforderung, da sie aufzeigt welche Merkmale die Kundezufriedenheit besonders stark beeinflussen. Sie erlaubt die Klassifikation nach Basismerkmalen, Leistungsmerkmalen und Begeisterungsmerkmalen und erlaubt eine fundierte Entscheidung bezüglich der Priorisierung mit dem grössten Impact auf Kundenzufriedenheit unter Berücksichtigung der notwendigen Investitionen.
Durch die Kombination von Interviews, Journey Maps, Process Mapping und Umfragen entsteht ein ganzheitliches Bild: qualitative Tiefe, visuelle Transparenz und quantitative Sicherheit. So erhältst du eine klare Grundlage für strategische Entscheidungen in der Softwareentwicklung und der Entwicklung deiner individuellen Healthcare Solution.
Ergebnisse, die überzeugen!
Mit der healthinal Toolbox #2 schaffen wir Klarheit, bevor wir in die Lösungsgestaltung gehen. Du erhältst:
- eine vollständige Analyse deiner heutigen Prozesse,
- identifizierte Pain Points und Optimierungspotenziale,
- ein gemeinsames Verständnis aller Beteiligten,
- eine belastbare Grundlage für Softwareanforderungen.
In der Concept-Iteration-Phase formen wir aus der Idee für eine Software ein tragfähiges Konzept. Gemeinsam definieren wir User Journeys, Use Cases und digitale Prozesse, die auf die alltäglichen Situationen der Nutzer:innen abgestimmt sind. Wenn alles stimmig, getestet und validiert ist, entsteht das Approved Concept – die Basis für die nächste Phase Software Development.
Unsere Erfahrung zeigt: Digitale Lösungen sind nur dann erfolgreich, wenn sie die Realität präzise abbilden. Process Analysis sorgt dafür, dass deine Cloud-, Web- oder Mobile-Applikation nicht nur technisch funktioniert, sondern den Alltag von Leistungserbringer:innen oder administrativen Fachkräften spürbar verbessert.
Du willst wissen, wo Digitalisierung den grössten Effekt erzielt? Du möchtest fundierte Grundlagen für ein erfolgreiches Softwareprojekt schaffen?
Dann lass uns gemeinsam herausfinden, wie deine nächste Healthcare Solution entsteht.
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